"Städte und Klima": Gemeinsame Themen internationaler Metropolen

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Deutschland forscht zur nachhaltigen Zukunft der Städte und sucht weltweit den Austausch mit Innovationstreibern.

Wo liegen die Zukunftsstädte der Welt? „Überall“, könnte man antworten, denn für die globale Entwicklung sind die unterschiedlichsten Metropolen maßgeblich. „Vor allem in den Städten wird sich entscheiden, ob der Kampf um das Klima gewonnen oder verloren wird“, sagt der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres.

Wachstum der Städte

In Stadtgebieten lebt schon heute über die Hälfte der Weltbevölkerung, zwei Drittel werden es laut den Vereinten Nationen im Jahr 2050 sein. Bereits aktuell verbrauchen Städte über zwei Drittel des weltweiten Energiebedarfs und sind für über 70 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Zugleich sind Städte als Zentren von Bildung, Forschung und Unternehmertum Kristallisationspunkte für Innovationen.

Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz
"Ich halte das Jahresthema globalpolitisch für äußerst aktuell und wissenschaftlich für höchst wichtig. Es eröffnet die Beteiligung nahezu des gesamten Fächerspektrums der Hochschulen und wird sicherlich sowohl die interdisziplinäre als auch die internationale Zusammenarbeit in einem Bereich befördern, der für den überwiegenden Teil der Weltbevölkerung von unmittelbarer Bedeutung ist."
Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz

Die Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser (DWIH) vernetzen an ihren Standorte in New York, São Paulo, Moskau, Neu-Delhi und Tokyo eine außergewöhnliche Bandbreite von Institutionen und ermöglichen den Austausch von Fachleuten aus Deutschland mit Expertinnen und Experten aus den Sitzländern der Häuser.  Die fünf Weltstädte, in denen die Häuser angesiedelt sind, stehen auf ihre jeweils eigene Weise für die hohe Relevanz des DWIH-Jahresthemas 2020: „Städte und Klima“.

Das DWIH-Kuratorium hat dieses Jahresthema ausgewählt, um mit einer entsprechend ausgerichteten Programmarbeit die Stärken des globalen Netzwerks ganz konkret nutzen zu können. Dieser Bedeutung werden die DWIH mit ihren Veranstaltungen ebenso Rechnung tragen wie mit ihren fortlaufenden Informations- und Dialogangeboten. Schließlich ist in allen DWIH-Sitzländern wie auch in Deutschland klar, dass in der Entwicklung der Städte ein Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft liegt.

Skyline von New York mit dem Empire State Building im Vordergrund. © gettyimages/Alexander Spatari
DWIH New York

Städtisches Engagement

Auch wenn das Weltklimaschutzabkommen von Paris in den USA politisch umstritten ist: Auf der Ebene der amerikanischen Städte gibt es ambitionierte Programme, die eine nachhaltige Entwicklung der Metropolen vorantreiben – und das gilt in sehr hohem Maße für die Energiewende-Ziele New Yorks.

Blick auf die Kabelbrücke in Sao Paulo. © iStockphoto
DWIH São Paulo

Wirtschaft und Weltklima

Die brasilianischen Regenwälder haben eine herausragende Bedeutung für das Klima. Zugleich suchen in Brasilien kluge Köpfe aus Wissenschaft und Wirtschaft nach nachhaltigen Entwicklungsmöglichkeiten für die Städte des Landes. Besonders in der Industriemetropole São Paulo, die außergewöhnlich stark von deutschen Unternehmen geprägt wird.

Blick auf das Moskauer International Business Center. © gettyimages/Max Ryazanov
DWIH Moskau

Reich an Expertise

Russlands akademische Expertise in den Natur- und Technikwissenschaften wird im Kampf gegen den Klimawandel dringend benötigt. Innovationszentren wie Skolkowo bei Moskau machen deutlich, dass es im größten Flächenland der Erde weit mehr zu entdecken gibt als Öl und Erdgas.

Der Lotus-Tempel in Neu-Delhi. © gettyimages/Mohan Singh
DWIH Neu-Delhi

Drang nach Veränderung

Wirtschaft und Wissenschaft finden in Indien zunehmend erfolgreich zueinander, um die Ziele einer nachhaltigen Entwicklungsagenda zu erreichen. Nicht nur Neu-Delhi sucht mit Hochdruck nach Antworten auf städtische Herausforderungen wie Smog, Erderwärmung und Bevölkerungswachstum.

Tokyo Tower und Stadtviertel Minato-ku © iStockphoto
DWIH Tokyo

Moderne Netze

Den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen wird in Japan besonders hohe Bedeutung beigemessen – und in Tokyo ist smarte Urbanisierung ein Trendthema. Wer nach Partnern zu Themen wie Netzmodernisierung und innovativen Energiespeichern sucht, kann in Japan schnell fündig werden.